Ausstellung 2009 auf Schloss Halbturn JENSEITS DES HIMALAYA GUIZHOU - VERBORGENES CHINA - UNBEKANNTE KULTUREN
Unsere Öffnungszeiten: 11., 12., 13. April, 18., 19. April 24. April - 26. Oktober 2009
Sind die weißen Flecken auf den Landkarten verschwunden?
Immer noch gibt es Unbekanntes zu entdecken.
Die Ausstellung im Schloss Halbturn wird die Besucher überraschen, denn sie stellt die Lebensart von Menschen vor, die sich in ihrem Aussehen, ihren Kulturen, in Sprache, Brauchtum und Wesen sowohl von den nahe lebenden Tibetern, als auch von den Han Chinesen ganz wesentlich unterscheidet.
Durch die Initiative des langjährigen österreichischen Botschafters in China, Dr. Wolfgang Wolte und seiner Frau, der Chinaexpertin Dipl. Dolm. Ursula Wolte und dank des Entgegenkommens der offiziellen Stellen der Volksrepublik China ist es gelungen, die einzigartige Sammlung des chinesischen Künstlers und Sammlers Professor Liu Yong nach Österreich zu bringen.
Professor Liu Yong hat schon als junger Mann begonnen hunderte alte Kulturobjekte zusammen zu tragen. Zeichnungen auf Papierrollen, Textilien und Gewänder, Plastiken, Keramik, Porzellan, Schmuck und Holzmasken - alles von großer Schönheit - sind dadurch der Nachwelt erhalten geblieben. Die Sammlung beinhaltet aber auch viele exotisch anmutende Gebrauchsgegenstände, die bis heute von den in der Ausstellung vorgestellten Volksgruppen verwendet werden. Sie besitzen keine Schrift und deshalb kann ihr Brauchtum im Wesentlichen nur durch Sprache, Tanz, Musik und Gegenstände wie Stickereien, Handarbeiten, Musiktheater, Schmuck, Masken, Bilder, Plastiken etc. überliefert werden.
Die seltenen gewordenen Exponate repräsentieren die Kultur einer Gruppe von 15 Minderheitsvölkern die in der chinesischen Provinz Guizhou leben. Einer Provinz die flächenmäßig mehr als doppelt so groß ist wie Österreich, die direkt an das Hochland von Tibet angrenzt und in der es noch Ansiedlungen gibt die nur zu Fuß zu erreichen sind; Siedlungen in denen es noch keine Kühlschränke und keine Waschmaschinen gibt.
Die meisten autonomen Volksgruppen in Guizhou haben ihre eigene Kultur, ihre traditionelle Architektur, ihr Brauchtum, ihre eigene Sprache bis heute bewahren können. Die Menschen sind stolz auf ihre Tradition und wollen deshalb, trotz der gewaltigen Verbesserungen der Lebensqualität, die auch sie im modernen China erreicht, ihre kulturelle Eigenart beibehalten.
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